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1 camélia . 5 allures

Cristal Illusion

Cristal Illusion ist all das. Auf den ersten Blick ein Collier, das lang oder kurz getragen werden kann, verwandelt es sich in zwei unterschiedliche Schmuckstücke: ein Collier und eine diamantbesetzte Kamelien-Brosche.

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Gabrielle Chanel und ihr Hund Gigot in ihrer Villa La Pausa, ca. 1930 © Alle Rechte vorbehalten
„Ich will Schmuck, der sich wie ein Band um den Finger der Frauen legt. Meine Bänder sind geschmeidig und lassen sich auseinander nehmen. Für große Abendveranstaltungen trägt man die Gesamtkomposition, für kleinere Gelegenheiten lassen sich das Hauptteil und große Stücke abnehmen. So ist der Schmuck nicht unverändert immer derselbe, sondern passt sich dem Leben und seinen Erfordernissen an.“
Gabrielle Chanel
Auszug aus „Jewelry by CHANEL“ von Patrick Mauriès, Thames and Hudson, 2012, S. 110

Gabrielle Chanel war fasziniert von Zahlen. Deren, Numerologie genannte, Symbolik durchdrang ihre sämtlichen Lebensbereiche und leitete oft ihre Entscheidungen. Dies galt ganz besonders für ihre persönliche Glückszahl 5. Die der Kamelie gewidmete Schmuckkollektion 1.5 erhebt die Numerologie in eine neue Dimension: Sie besteht aus fünf Variationen der emblematischen CHANEL Blume.

Außerdem ist die Hälfte der Stücke veränderbar und kann auf fünf verschiedene Weisen getragen werden.

1932 kreierte Gabrielle Chanel ihre erste und einzige Haute Joaillerie Kollektion, Bijoux de Diamants, deren Stücke für verschiedene Tragemöglichkeiten konzipiert waren, um den Frauen mehr Vielseitigkeit und Wahlmöglichkeiten zu bieten. Im Gegensatz zu der damals üblichen Präsentation in samtausgeschlagenen Glasvitrinen wurden diese Haute Joaillerie Kreationen an sehr naturgetreuen Schaufensterpuppen gezeigt, die mit ihren weiblichen Silhouetten die Gesten und Bewegungen des wirklichen Lebens wiedergaben.

Mademoiselle nutzte ihre Kunst, um durch die Veränderbarkeit der Stücke ihre tiefste und unerschütterlichste Überzeugung auszudrücken: Frauen müssen frei sein.

Freiheit und Wandlungsfähigkeit wurden zum Leitmotiv der Kollektion 1.5 – 1 CAMELIA, 5 ALLURES. Das Kamelien-Motiv prägt diese Kollektion mit einzigartigen, überraschenden Variationen. Jedes Stück passt sich den Bedürfnissen und dem Lebensstil seiner Trägerin an.

Der kreative Prozess - die Entwurfszeichnungen

Die Silhouette der Kamelie ist der Ausgangspunkt jeder Kreation dieser Kollektion. Ihre Form und ihr Aufbau bleiben immer gleich.

Rouge incandescent

Beim Collier Rouge Incandescent wird das Zentrum der Kamelie durch einen 7,61-karätigen Rubin aus Mosambik gebildet. Er lässt sich abnehmen und gibt den Blick auf eine zweite, mit Rubinen im Baguetteschliff besetzte Blüte frei, die in verschiedenen Rottönen leuchtet.

Portrait von Gabrielle Chanel im Jahr 1935
© Man Ray 2015 Trust/Adagp, Paris 2019. Bild: Telimage, Paris

Ohne den Einfallsreichtum von Gabrielle Chanel wäre die Geschichte der Kamelie völlig anders verlaufen.

Da sie sich schon immer über Konventionen und die Einteilung in Männlich und Weiblich hinwegsetzte pflückte Mademoiselle die Kamelie aus den Knopflöchern der Herren, um damit ihren Gürtel, ihre Bluse oder ihr Haar zu schmücken. Später deklinierte sie diese Blume, wie es ihr gerade gefiel: gestickt, gedruckt, graviert, plissiert, eingewebt, gefranst.

Seither wurde die Kamelie aus Diamanten, Mondsteinen oder Perlen nachempfunden. Für diese Kollektion erblüht sie im flammenden Rot von Rubinen, die mit ihrem Funkeln feurige Leidenschaft, Begehren, Liebe und auch Furchtlosigkeit symbolisieren. Es überrascht nicht, dass Rot auch eine Lieblingsfarbe von Coco war.

Der kreative Prozess - die Gouache-Bilder

Aus der ersten Entwurfszeichnung entsteht ein Gouache-Bild, das die Dualität von weißen und roten Kamelien zur Geltung bringt.

Contraste blanc

Contraste Blanc verkörpert das Konzept des Paradoxons, das Mademoiselle so gut gefiel: Die markanten Linien eines 5-karätigen Diamanten im Smaragdschliff kontrastieren mit der Zartheit der diamantbesetzten Kamelien-Blütenblätter.

Gabrielle Chanel bei der Arbeit: die Anprobe, 1962
Foto Douglas Kirkland © Douglas Kirkland Collection, Los Angeles
„Es ärgert mich, wenn ich Leute sagen höre, ich hätte Glück gehabt. Niemand hat härter gearbeitet als ich.“
Gabrielle Chanel
Auszug aus „The Allure of Chanel“ von Paul Morand, Pushkin Press, 2013, S. 19

Gabrielle Chanel war für ihre Ethik und ihren unermüdlichen Fleiß bei der Arbeit bekannt, ein Berufsethos, der in der Maison bis heute gepflegt wird.

Die Anfertigung von Haute Joaillerie ist die perfekte Verkörperung dieses Geistes: Jede Kollektion erfordert zwei Jahre Arbeit, die in jeder Phase vollständig von Hand ausgeführt wird.

Dieser sich auf alle Details erstreckende handwerkliche Aspekt charakterisiert unser Savoir-faire: die Ideen werden mit dem Stift zu Papier gebracht, die Modelle sorgfältig aus Wachs modelliert, die Steine vor dem Fassen genau unter die Lupe genommen.

Ein Prozess, der außergewöhnliche Begabungen und unzählige Fertigkeiten verlangt, die alle reibungslos zusammenarbeiten müssen. Ohne die Handwerkskunst könnte eine Idee nicht umgesetzt werden. Und ohne Ideen gäbe es keine fassbaren Gegenstände. Das Zusammenspiel dieser beiden Konzepte mit den herrlichsten Edelsteinen ergibt außergewöhnlich schöne Kreationen.

Der kreative Prozess - die Steine

Die Gemmologen der Maison wählen per Hand jeden Edelstein speziell nach den Anforderungen des jeweiligen Entwurfs aus. Die Zusammenarbeit zwischen ihnen und den Designern ist ausschlaggebend für eine gelungene Kollektion.

Rouge tentation

Rouge Tentation ist ein Ensemble aus zwei Kamelien. Ein Ring aus feuerroten Rubinen und eine diamantbesetzte Brosche. Beide Motive erstrahlen im Schein diamantfunkelnder Blütenblätter, die sich abnehmen lassen.

„Indem ich es mir selbst leichter machte, erleichterte ich die Mode. In meiner Jugend hatten die Frauen keine menschliche Gestalt, ihre Kleider waren wider die Natur. Ich gab ihnen ihre Freiheit zurück“
Gabrielle Chanel
Auszug aus „Mémoires de Coco“ von Louise de Vilmorin, Le Promeneur, 1999, S. 35
Gabrielle Chanel im Garten ihrer Villa La Pausa in Roquebrune, 1938
Foto Roger Schall © Schall Collection

Gabrielle Chanel wollte die Frauen befreien – befreit von gesellschaftlichen Zwängen und den Fesseln der Mode. Das Freiheitsstreben war ihr Lebensziel.

In einem traditionell konservativen System erfand Mademoiselle einen neuen Kleidungsstil. Indem sie die Körper der Frauen befreite, befreite sie auch ihr Denken.

Dieser wagemutige Geist spricht aus den veränderbaren Stücken der Kollektion 1.5 — 1 CAMELIA, 5 ALLURES, die ihrer Trägerin durch Vielseitigkeit und Wahlmöglichkeiten die Freiheit schenken, selbst zu wählen, was sie wollen. Der Inbegriff des CHANEL Ethos.

Der kreative Prozess - die rote Kamelie

Jeder Rubin wurde sorgfältig ausgewählt. Die abnehmbaren Blütenblätter passen zu beiden Motiven.

Gabrielle Chanel in den Bergen, 1918 © Alle Rechte vorbehalten

Révélation diamant

Révélation Diamant ist ein von Spitze inspiriertes luftiges Motiv mit einer abnehmbaren Kamelie, die sich auch als Brosche tragen lässt.

Gabrielle Chanel in ihrer Suite im Hotel Ritz, Paris, 1937
Foto François Kollar © Kulturministerium - Médiathèque du Patrimoine, Dist. RMN
„Die Freiheit muss man finden“
Gabrielle Chanel
„Chanel Solitaire“ von Claude Delay, Gallimard, 1983, S. 195
Gabrielle Chanel am Strand von Etretat, 1913 © Alle Rechte vorbehalten

Die Zahl 5 brachte Gabrielle Chanel tatsächlich Glück: Zweimal jährlich hielt sie ihre Modenschauen am 5. des jeweiligen Monats ab. Heute wird die emblematische Kamelie erstmals in fünf handgearbeiteten Haute Joaillerie Versionen neu interpretiert.

Durch verschiedenste veränderbare Stücke ist die Kollektion besonders vielseitig. Sie bieten ihrer Trägerin den ultimativen Luxus der freien Wahl.

Der kreative Prozess - Savoir-faire

Aus der zweidimensionalen Entwurfszeichnung entsteht eine dreidimensionale Struktur, in die bald Edelsteine und leuchtende Rosenquarz-Schnitzereien eingebettet werden.