CHANEL NEWS

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HYÈRES FESTIVAL: BEKANNTGABE DER MODE-PREISTRÄGER

Beim 30. Internationalen Festival für Mode & Fotografie in Hyères vergab die Jury in diesem Jahr nicht nur einen, sondern gleich zwei Preise in der Kategorie Mode. Der Hauptpreis – eine Förderung über 15.000 Euro sowie ein gemeinsames Projekt mit den Métiers d’Art von Chanel – ging an die deutsche Modedesignerin Annelie Schubert.

Als Absolventin der Hamburger Hochschule für angewandte Kunst und ehemalige Praktikantin bei Haider Ackermann, erkundet Schubert in ihrer Kollektion den „weiblichen Ausdruck”. Dazu arbeitet sie mit sinnlichen Stoffen, um einen eleganten Lagenlook zu kreieren. „Ich hatte mich schon auf eine schwierige Entscheidung eingestellt, doch als wir uns heute Morgen trafen, war es sehr einstimmig: Wir mochten besonders Annelies Verwendung von Farben und Materialien und ihren Sinn für Weiblichkeit“, so Virginie Viard, Vorsitzende der Fashion-Jury.

Die Niederländerin Wieke Sinnige wurde mit dem auf 5.000 Euro dotierten Sonderpreis prämiert, der ihr ebenfalls die seltene Möglichkeit einer Kollaboration mit Lesage bietet. „Sie ist eine wahre Künstlerin – eine Malerin – und wir waren uns einig, dass sie von der Zusammenarbeit mit Lesage profitieren würde”, so Viard über Sinnige, die in ihrer von einem Kaleidoskop inspirierten Kollektion mit Perspektiven und Farben spielte.

Alice Cavanagh

Annelie Schubert Damenkollektion / Foto © Grégoire Alexandre

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HYÈRES FESTIVAL: VERLEIHUNG DES FOTOGRAFIEPREISES

Der Niederländer Sjoerd Knibbeler wurde am vergangenen Abend auf dem 30. Internationalen Festival für Mode & Fotografie in Hyères mit dem ersten Platz in der Kategorie Fotografie – und einem Preisgeld von 15.000 Euro – ausgezeichnet.

In den letzten zwei Jahren beschäftigte sich Knibbeler in seiner Arbeit mit dem Thema Aerodynamik. Sein Ziel lag dabei darin, durch gezielte Manipulation der fotografierten Materialien die Kraft der Naturgewalten mit seiner Kamera festzuhalten. Seine surrealen, jedoch unbearbeiteten Werke begeisterten die Jury von Beginn an. „Was seine Arbeit so interessant macht, ist, dass er etwas so ungreifbares wie den Wind fotografiert und dabei das Licht auf wunderschöne Weise einsetzt”, so Jury-Präsident Eric Pfrunder nach der Präsentation.

Genau wie in der Kategorie Mode, vergab die Jury zur Feier des 30. Geburtstags des Festivals auch für die Fotografie einen Sonderpreis. So wurde die griechische Fotografin Evangelia Kranioti mit einem Preisgeld von 10.000 Euro bedacht. Ihr Interesse an der Anthropologie führte sie auf die Weltmeere, wo sie die Reisen und Liebschaften der Seeleute dokumentierte.

Alice Cavanagh

Foto © Sjoerd Knibbeler, Pays-Bas / Niederlande "P. 170", The Paper Planes, 2014

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HYÈRES FESTIVAL: KARL LAGERFELDS MASTER CLASS

Bei seiner im Rahmen der 15. Internationalen Textil- und Modekonferenz auf dem Hyères Festival stattfindenden Master Class betonte Karl Lagerfeld, dass für die Modedesigner von morgen nichts jemals in Stein gemeißelt sei: „Es hängt alles von den individuellen Wünschen und Fähigkeiten der Person ab, deren Ziel es ist, Kreateur, Modeschöpfer oder Fotograf zu werden“, so Lagerfeld gegenüber Modekritiker Godfrey Deeny, der das Event moderierte.

Lagerfeld gab dem Publikum, unter dem sich auch die Festival-Jury befand, einen Einblick in seine verschiedenen Inspirationsquellen, seinen Beruf und seine Leidenschaften und geizte nicht mit dem ein oder anderen guten Rat für die aufstrebenden Stars des Festivals. „Ich zeichne so, wie ich fotografiere: schnell. Es gibt kein Erfolgsrezept, auf das man sich in seiner Karriere ständig verlassen kann. Ich bin mir immer noch nicht sicher, ob ich wirklich für diesen Beruf gemacht bin oder wo mein Talent herkommt. Ich weiß jedoch, dass ich niemals aufgehört habe, mich zu verbessern. Heute verschwende ich keine Zeit mehr, bevor ich meine Ideen umsetze.“

Ein Großteil der Veranstaltung bestand darin, dass Karl Lagerfeld dem Publikum seine Herangehensweise an das Entwerfen und Fotografieren erklärte: „Sagen wir einfach, dass ich als Modeschöpfer seit jeher auch an der Fotografie interessiert war, sei es nun analog oder digital … Man kann die beiden nicht vergleichen, das wäre genau so unmöglich und sinnlos, wie zwei unabhängige Lebenswege zu vergleichen.“

Foto von Anne Combaz

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