CHANEL NEWS

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© Olivier Saillant - Teatro N°5 - Cinecittà Studios - Rom

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© Olivier Saillant - Teatro N°5 - Cinecittà Studios - Rom

Monday, December 7, 2015

DAS DÉFILÉ VON REBECCA LOWTHORPE

Stellen Sie sich eine Straßenszene in Paris vor – mit Bar, Restaurant, Bäcker, Gemüsehändler, Blumengeschäft, Metrostation und Kino – und bilden Sie sie inmitten der legendären römischen Filmstudios von Cinecittà nach: Dann haben Sie das Szenario für das Métiers-d’Art-Défilé 2015 von Chanel, der Kollektion, die jedes Jahr im Dezember in einer anderen Stadt präsentiert wird und das Knowhow der Kunsthandwerksateliers von Chanel feiert.

Präsentiert wurde das Défilé im Studio N°5 (natürlich), dem Studio, in dem Federico Fellini 1960 sein Meisterwerk „La Dolce Vita“ gedreht hatte. Karl Lagerfeld hat es für das Set „Paris à Rome“ absolut spektakulär und bis ins kleinste Detail rekonstruiert. Vollkommen in Schwarzweiß gehalten erinnerte es nicht nur an die Blütezeit des italienischen Films und die Silberpatina alter Filmrollen, sondern auch an die Ära, als Coco Chanel die größten Stars wie Jeanne Moreau, Monica Vitti, Anouk Aimée und Romy Schneider für ihre Rollen in Filmen von italienischen Meisterregisseuren wie Visconti oder Antonioni ausgestattet hat.

Karl Lagerfeld erklärte, dass das monochromatische Set aus der Idee entstanden ist, die Kleider besonders scharf hervortreten zu lassen, da die meisten in den klassischen Chanel-Farben wie Schwarz, Beige, Creme, Grau und Marineblau gehalten sind. Als die Live-Musik einsetzte – interpretiert von Christophe Chassol auf einem Piano in einem restaurierten Musikpavillon – und die Mannequins aus der Metrostation kamen, leuchteten die Kleider tatsächlich stärker als je zuvor.

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Abgesehen von der typisch französischen Straßenszene bestand nun kein Zweifel mehr, dass wir eine Kollektion sahen, die aus keinem anderen Land stammen konnte, als aus Frankreich. Die bis in die letzte Quintessenz französisch war, bis in die letzte Quintessenz Chanel. „Aus diesem Grund heißt es auch Paris in Rom, das ist ganz wichtig“, unterstreicht Karl Lagerfeld. „Das Unternehmen ist französisch, die Kollektion wurde in Frankreich gefertigt, und zwar von den erfahrensten, talentiertesten und besten Kunsthandwerkern der Welt.“

Von den Frisuren im Stil der Bardot über die mit Perlen besetzten Mules – es ist das erste Mal, dass diese Schuhform bei Chanel zu sehen ist, so Karl Lagerfeld – bis zu den langen, um die Schultern drapierten Jacken aus Tweed war der Auftakt des Défilés äußert pariserisch. Die Silhouetten waren kühn und schmal, darunter Kleider aus funkelndem Metallic-Bouclé, schwarz lackierte Bleistiftröcke, kurze, perfekt plissierte Kleine Schwarze und ein neues dreiteiliges Kostüm bestehend aus Jacke, gerade geschnittenem Rock und Zigarettenhose: Das alles wurde ziemlich frech zu Strümpfen aus Spitze getragen.

Es war vor allem die Art und Weise, wie Karl Lagerfeld die facettenreiche Story von „Paris à Rome“ interpretiert und ausgestattet hat, die das Défilé und die Kollektion absolut magisch wirken ließen. In dem Maße, wie die Farben der Kleider leuchteten, wie vom legendären goldfarbenen Licht der italienischen Hauptstadt angestrahlt – Ocker, Orange über Cappuccino und Rosa – wurden die Stoffe noch opulenter und von humorvollen Details unterstrichen: Bleistiftröcke aus Leder, die aussahen, als seien sie mit „Farfalle“-Nudeln bestickt oder von Hand bemalte Federn, die an Marmor erinnerten. Die Dekolletés haben sich in kurze Capes verwandelt, ähnlich wie die Tracht eines Papstes, und exquisiter Kaschmir wurde von Rosenkranzketten geschmückt. Eines der Kleider, das wie eine Kugel oder ein Kokon aus leuchtenden korallenfarbenen Blättern anmutete, versetzte in die Zeit, als Rom, gleichermaßen wie Paris, die Couture beherrschte.

Diese Kollektion war mehr als alle anderen eine Begegnung zwischen französischer Eleganz – diesbezüglich ist Chanel unübertroffenes Vorbild – und der atemberaubenden Virtuosität der zu Chanel gehörenden Kunsthandwerksateliers: Sie kennt keine Grenzen, ganz gleich, von welcher Stadt oder Kultur sich die Métiers-d’Art-Kollektionen inspirieren lassen.

Am Ende des Défilés schienen sich die Kulissen mit Leben zu füllen: Jede Boutique öffnete seine Türen und bot Pasta, Pizza und Gelato an. Eine treffende Metapher für die unendliche Energie der Kunsthandwerksateliers von Chanel und ihre Wandlungsfähigkeit.

Monday, December 7, 2015

EINBLICK IN DIE MAISONS D’ART

Paris in Rom 2015/16 Métiers d'Art

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Monday, December 7, 2015

STRÜMPFE AUS SPITZE UND MULES

„Der Mule... Ein typischer Schuh von Chanel, an der Ferse offen, aber wir haben in noch nie gemacht. Mit Strümpfen aus Spitze wird er zu etwas, das für viele typisch französisch ist.“ Karl Lagerfeld

℗ Tricatel

Friday, December 4, 2015

SOUNDTRACK VON MICHEL GAUBERT

Live Auftritt des französischen Musikers Chassol während des Paris in Rome 2015/16 Métiers d'Art Défilé.

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