CHANEL NEWS

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© Olivier Saillant

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© Olivier Saillant

DIE TREPPE

Jeder kennt die von Spiegeln flankierte Treppe im Art Déco-Stil, auf der Gabrielle Chanel saß, unbemerkt vom Publikum, um dessen Reaktion bei jeder Kollektionspräsentation zu beobachten. Wie eine symbolische Wirbelsäule führt diese zentrale Hauptachse in die Haute Couture-Salons der ersten Etage und zum Appartement der Couturière im zweiten Stock.

Weitere Treppen existieren, und sie sind so diskret wie die erste prachtvoll ist. Das macht ihre strategische Bedeutung nicht minder wichtig. Sie verbergen sich im Labyrinth des Unternehmens und führen vom Studio Karl Lagerfelds zu den Haute Couture-Ateliers.

Je nachdem, wie weit die Fertigstellung der Modelle fortgeschritten ist, und jedes Mal, wenn die Modelle angepasst oder anprobiert werden müssen, kann man den Premières d’Atelier, die Arme beladen mit den kostbaren Kreationen, dort begegnen.

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© Anne Combaz

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© Anne Combaz

AUSSERGEWÖHNLICHE HANDWERKSKUNSTLEHRSTUHL AN DER ESSEC

Die ESSEC (École Supérieure des Sciences Économiques et Commerciales)und das Château de Versailles haben am vergangenen Freitag eine Partnerschaft über die Gründung eines Lehrstuhls unterschrieben, der den Namen „Savoir-faire d’exception“ trägt. Daran beteiligt sind Chanel sowie andere große Akteure der Luxusgüterindustrie.

Diese Übereinkunft soll die französische Exzellenz fördern und den Studenten der Schule ermöglichen, Praktika in diesem prachtvollen Schloss zu absolvieren. Seminareinheiten zu den Berufen Kultur- und Kunstmanagement werden parallel angeboten. Ziel ist es außerdem, in Asien den Fokus auf die Handwerkskunst à la Française zu richten und dabei den bereits existierenden Campus in Singapur zu nutzen. Von der Gründung dieses Lehrstuhls werden mit Beginn des Studienjahrs 2016 etwa 20 Studenten profitieren können.

Bruno Pavlovsky, Präsident der Modeaktivitäten von Chanel, erklärt: „Chanel engagiert sich, die Métiers d’Art – unsere historischen Partner, die in Besitz eines einzigartigen kulturellen und künstlerischen Vermächtnisses sind (...) – zu erhalten und den Fortbestand sowie die Überlieferung der exzellenten Handwerkskunst der unterschiedlichen Ateliers zu gewährleisten und dabei ganz und gar auf die Kreativität und die Innovationskraft zu setzen.“ Er fügt hinzu: „Es ist absolut unerlässlich, sie weiterhin zu fördern und ihr Können zu honorieren.“

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© Robert Doisneau/Rapho

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© Robert Doisneau/Rapho

EDMONDE CHARLES-ROUX

Sie war Mitglied der Résistance, Journalistin und Schriftstellerin: Edmonde Charles-Roux, geboren 1920, ist vor einigen Tagen gestorben. Sie war vor allem eine der tragenden Säulen der französischen Frauenmagazine der Nachkriegszeit.

Nachdem sie 1946 die Gründung der Zeitschrift „Elle“ begleitet hatte, erklomm diese engagierte und talentierte Persönlichkeit die Karriereleiter der französischen „Vogue“, deren Chefredakteurin sie 1954 wurde. Mit der Veröffentlichung von „Palermo vergessen“ debütierte sie gleich mit einem Meisterwerk, denn der Roman wurde mit dem Prix Goncourt ausgezeichnet. Es war der Auftakt einer brillanten Karriere als Autorin, die sie 1983 an die Académie Goncourt führte, deren Vorsitz sie von 2002 bis 2014 innehatte.

So ist es gewiss kein Zufall, dass die Romanautorin, deren Leidenschaft die Mode war, zwei Werke Gabrielle Chanel gewidmet hat. Mit ihrer ersten Begegnung 1954 haben diese beiden Frauen erkannt, dass sie etwas gemein haben: der Drang nach Unabhängigkeit und die Charakterstärke haben ihr Leben geprägt und sie das Leben führen lassen, das sie gewählt haben. Als ob Edmonde bei der Couturière die Zuversicht gefunden hätte, die ihr noch fehlte, die Silhouette Konturen erhielt, die sich bis dahin nur abgezeichnet hatte. Die junge Journalistin beschließt, Chanel-Kostüm und Perlenkette zu ihrem Look zu machen und über Jahre zu bewahren. „Sie haben einen Stil, der dem der Frauen von Arles ähnelt. Bleiben Sie so, schneiden Sie Ihr Haar nicht ab“, rät ihr Gabrielle.

In ihrem Standardwerk, „Le Temps Chanel“, verneigt sie sich vor der Kreativität von Coco, in „L’Irrégulière“ zeichnet sie ihr einzigartiges Schicksal nach: Eine Frau an der Spitze eines riesigen Unternehmens, dessen Anziehungskraft eine ganze Epoche nachhaltig beeinflusst hat. Eine Kreateurin, die wohl ihr ganzes Leben lang eine „Irrégulière“ war, eine in den Augen der Bourgeoisie nonkonformistische Person. Im Grunde ein bisschen so, wie sie selbst war.

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© Steve Granitz/Getty Images

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© Steve Granitz/Getty Images

KIRSTEN DUNST
LOS ANGELES, 17. JANUAR

Die Schauspielerin wurde mit dem Preis für die beste Schauspielerin bei den Critics’ Choice Awards 2016 für ihre Rolle in der Serie „Fargo“ geehrt. Sie trug ein Kleid der Kollektion Haute Couture Herbst-Winter 2015/16. Die Zeremonie zeichnet die besten Filme und Fernsehserien des Jahres aus und wird von der Broadcast Film Critics Association (BFCA) veranstaltet.

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