CHANEL NEWS

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© Anne Combaz

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© Anne Combaz

Monday, February 1, 2016

LE SACRE DU PRINTEMPS VON KARL LAGERFELD

Von Boris Coridian

Ein Sonnenstrahl durchbricht die Wolken über Paris am 26. Januar und erleuchtet die Kuppel des Grand Palais. Wie ein Vorbote des Frühlings mitten im Winter erscheint das Signal für den Auftakt des Défilés der Kollektion Haute Couture Frühjahr-Sommer 2016, ausgedacht von Karl Lagerfeld. Ein Bühnenbild, in der die Natur in ihrer ganzen Schönheit erwacht, ein Haus aus Holz mit geschlossenen Fensterläden verschmilzt mit der Vegetation. Die Tür öffnet sich und offenbart die ersten Silhouetten. Ein Mannequin nach dem anderen schreitet durch diesen Garten Eden, und es scheint, sie verlangsamten ihren Schritt, um diesen Moment noch intensiver zu genießen.

Um diese Frühlingsweihe zu feiern – die  humorvoll an das Werk von Strawinsky erinnert, das Gabrielle Chanel so schätzte – verbinden sich die luftigen Materialien mit den Holzstickereien. Sanfte Beigetöne werden von goldenem Schmuck begleitet. Die variierenden Volumen und gegensätzlichen Formen erinnern an die Exzentrik der Natur, wie zum Beispiel die kurzen Jacken mit den ovalen Ärmeln, deren großzügige Rundungen mit der Raffinesse der langen Bleistiftröcke kontrastieren. Smartphone-Taschen runden den Look ab. Die Mannequins gehen in Pumps mit Plateausohlen aus Kork ihren Weg, den Holzbohlen in den Rasen gezeichnet haben. Die zarte und poetische Silhouette von Karl Lagerfeld wirkt durch das im Nacken eingerollte Haar geradezu erhaben, unterstrichen wird sie von mit Eyeliner gerahmten Augen, die an antike Abbildungen erinnern.

Bienen sind überall: auf Tüll und auf Mousseline, auch auf dem Schmuck. Insekten aus Stoff scheinen um die langen Kleider und ihre aufgedruckten Blumen zu schwirren. „Ich bin eine Biene, sie ist Teil meines Sternzeichens, dem Löwen, der Sonne. Frauen dieses Zeichens sind fleißig, mutig, treu, sie lassen sich nicht aus der Fassung bringen. Das entspricht genau meinem Charakter. Ich bin eine Biene, die im Zeichen des Löwen geboren ist“, sagte Coco,  Königin der Rue Cambon, gerne. Die Braut erscheint in einem Kleid, dessen natürliche Materialien perfekt miteinander harmonieren und dessen Kapuze die Neugier des Publikums erweckt.

Die Fensterläden öffnen sich langsam für das Finale der Mannequins, choreographiert von Karl Lagerfeld. Die Musik verstummt, begeisterter Applaus erklingt aus den Sitzreihen, bevor Freudenrufe aus dem Backstage-Bereich den Saal erfüllen. Sonnenstrahlen durchfluten die Kulissen und lassen das Blau des Himmels und das Grün des Rasens erstrahlen, über den die Mannequins schreiten. Der Duft von frisch gemähtem Gras durchdringt das Grand Palais.

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© Benoit Peverelli

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© Benoit Peverelli

Friday, January 29, 2016

HAUTE COUTURE POCHETTE

Karl Lagerfeld hat die Silhouetten der Kollektion Frühjahr-Sommer 2016 mit Gürteln und kleinen Taschen für Smartphones versehen, die ebenso raffiniert sind wie die Outfits, zu denen sie gehören.

„Das ist unsere neue Tasche (...), identisch mit der, die Schlossherren im 19. Jahrhundert verwendeten, um ihre Schlüssel zu verstauen. Jedes weitere Accessoire wäre einfach too much“, kommentiert er humorvoll.

#ChanelHauteCouture #ChanelHC16

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© Anne Combaz

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© Anne Combaz

Friday, January 29, 2016

VARIATIONEN VON BEIGE
FRÜHJAHR-SOMMER 2016 KOLLEKTION

„Gabrielle Chanel war die Königin der Farbe Beige“, erklärt Karl Lagerfeld.
Zwischen gebrochenem Weiß, Ocker und sehr hellem Braun, Farbe von Rohwolle, -leinen oder -baumwolle: Beige ist der neutrale Farbton schlechthin. Er sorgt für das perfekte Gleichgewicht zwischen warmem Hellbraun und frischem Weiß.

Wollweiß, Elfenbein, Sand, Graubeige, Taupe oder Mokka – der Designer überträgt eine der Lieblingsfarben Gabrielle Chanels auf luftige Kleider und Blusen, Mousseline und Blumenstickereien, Jacken und Röcke.

„Ich flüchte mich ins Beige, weil es so natürlich ist”, sagte die Couturière, die von der Natur vollkommen fasziniert war. Möbel, Teppiche, ihre gesamte Inneneinrichtung war in diese Farbe getaucht, die sie an „gestampfte Erde“ erinnerte. Auch in ihren Kollektionen dominierte die Farbe Beige, wie zum Beispiel Pyjamas aus Jersey, Kostüme aus Tweed oder ihre Schuhe. Sie übertrug sie letztendlich auf die elegante Harmonie von Weiß und Schwarz, schuf so eine Stilgrammatik, die die Frauen mit Begeisterung übernahmen und die Karl Lagerfeld um seine eigenen Kreationen ergänzt.

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