CHANEL NEWS

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CHANEL KAUFT BARRIE KNITWEAR

Chanel hat mit KPMG-Verwaltern einen Vertrag zum Kauf des Strickwaren-Herstellers Barrie Knitwear in der Region Scottish Borders verhandelt.
Die Übernahme von Barrie Knitwear in Hawick (Schottland) durch Chanel sichert alle 176 Arbeitsplätze und gewährleistet das Fortbestehen einer Traditionsmarke, die für die Herstellung von qualitativ hochwertigem Kaschmir für mehrere weltberühmte Modehäuser, Warenhäuser und Eigenmarken-Verkaufsstellen bekannt ist.
Der Modedirektor von Chanel, Bruno Pavlovsky, erklärte: „Die Übernahme von Barrie durch Chanel ist mehr als selbstverständlich, weil das Werk seit über 25 Jahren mit uns zusammenarbeitet und Kaschmirwaren wie den ikonenhaften zweifarbigen Chanel-Kaschmir-Cardigan gefertigt hat. Mit dieser Übernahme bekräftigen wir unsere Verpflichtung zu traditionsreichem Fachwissen und Handwerk sowie unseren Wunsch, ihre Zukunft zu sichern und ihre Entwicklung zu unterstützen.”


Bild: Herbst-Winter Défilé 2012/13, Cara Delevingne

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ERÖFFNUNG LONDON
BY ALEX LOVES

Mit „The Little Black Jacket” von Chanel macht die Ausstellung nun auch bis zum 28. Oktober in London Halt, wo die Eröffnung gestern glanzvoll in der Saatchi Gallery gefeiert wurde.

Trotz strömenden Regens erschien Londons Hautevolee zur Eröffnung der Ausstellung, die der ikonenhaften schwarzen Jacke gewidmet ist. Unter dem Titel „The Little Black Jacket“ werden 113 Schwarz-Weiß-Fotografien von Karl Lagerfeld und der Stylistin Carine Roitfeld in insgesamt 4 Räumen präsentiert, die viele bekannte und vielleicht einige weniger bekannte Gesichter aus der Welt von Fashion, Design, Kunst und Musik zeigen - Persönlichkeiten, die die Jacke auf ihre individuelle Art tragen.

Auch wenn die Jacke schon vor Jahrzehnten entworfen wurde, bewiesen gestern Abend nicht nur die Gäste durch den Auftritt in ihren Chanel-Jacken, dass „die kleine Schwarze“ so modern und kultig ist wie eh und je. Der jüngste Gast des Abends, die erst 15-jährige Schauspielerin Chloë Moretz, bewies, dass es einfach keine Altersbeschränkung für das Tragen eines wahren Klassikers gibt, und trug ihre Jacke zu einer schlichten schwarzen Hose und einem strahlend weißen Shirt. Einige weitere bekannte Gesichter waren Eva Herzigova, Yasmin Le Bon, Poppy Delevigne, Tallulah Harlech, Bip Ling, Henry Holland, Laura Bailey, Zaha Hadid, Lou Doillon und Noomi Rapace, sowie Karl Lagerfeld und Carine Roitfeld höchstpersönlich.

Model Alice Dellal, die mit ihrem Punkrock-Appeal als wahres London Girl gilt, verkörpert wahrscheinlich am meisten die Vielfalt der Jacke. In einem schlichten weißen Chanel-Kleid und der Jacke von Chanel gestern Abend, verkörpert ihr Porträt in der Ausstellung, wie sich dieses ikonenhafte Stück immer seiner Trägerin anzupassen scheint. Als sie vor ihrem Foto posiert, schaut sich ihre Mutter, Andrea Dellal, stolz die Aufnahme ihrer Tochter an und ruft aus: „Siehst du? Jeder kann eine kleine schwarze Jacke tragen! Es gibt gar keine schlechte Art, sie zu tragen!”

Es sind übrigens nicht nur Frauen, die der kultigen Chanel-Jacke in all den Jahren verfallen sind – auch viele Herren wurden mit der Jacke abgelichtet. Designer Haider Ackermann und Schauspieler Waris Ahluwalia, deren Fotos zur Ausstellung gehören, gestanden gestern Abend glücklich ihre Liebe zur Jacke.

Die Poster zum Mitnehmen erfreuten sich großer Beliebtheit bei den Gästen, die Schlange standen, um Kopien der Schwarz-Weiß-Fotos von Lily Donaldson, Georgia May Jagger und Astrid Bergès-Frisbey mit nach Hause zu nehmen.

Die „kleine schwarze Jacke” lehrt uns auf jeden Fall, dass sie zeitlos und vielseitig ist. Sie scheint einfach zu jedem zu passen – egal wie alt man ist, ob Mann oder Frau, und welchen Stil man hat – eine Tatsache, die mit Sicherheit sowohl bei den Porträts als auch bei den Gästen des gestrigen Abends erkennbar ist. Ein hervorgehobenes Zitat auf einer dunklen Wand am Ende der Ausstellung beschreibt die Ausstrahlung der Jacke perfekt in einem Satz: „Es gibt Kleidung, die sich selbst regeneriert, statt abgetragen zu werden”. Die „kleine schwarze Jacke“ macht genau das. Schauen Sie sie sich an, bevor sie weiterzieht.

CHANEL IN LONDON

Film zur Ausstellungseröffnung The Little Black Jacket, London, 11. Oktober

Interviews von Elizabeth Von Guttman und Alexia Niedzielski

Soundtrack:
Lou Doillon "I.C.U"

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KOLLEKTION "BIJOUX DE DIAMANTS"
80. JAHRESTAG

80. Jahrestag der Kollektion "bijoux de diamants" original kreiert von Gabrielle Chanel
New York, 9. Oktober

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PRÊT-À-PORTER FRÜHJAHR-SOMMER 2013
VON ELISABETH QUIN

CHANEL, PAP SOMMER 2013

Mit der im Grand Palais präsentierten Kollektion Frühjahr-Sommer 2013 macht Chanel mehr als einen Modevorschlag: Es ist eher ein Gesellschaftsvorschlag, der am Dienstagmorgen inmitten eines Windparks defilierte!

Leichtigkeit, Natürlichkeit, ausgelassene Jugendlichkeit, Mobilität, Luxus ohne Prahlerei, Empathie für andere, Innovationskraft, eine spielerische Art, um in diesem Herbst 2012 zu sagen: Nieder mit Energie aus fossilen Quellen – und fossiler Mode.

Würde CHANEL die Thesen des amerikanischen Essayisten Jeremy Rifkin, dem Theoretiker der dritten Industrierevolution, annehmen, der für eine CO2-freie Wirtschaft plädiert?

In der Tat sprühen die präsentierten Modelle vor Frische, vor Farbe: Violett für einen Hosenanzug mit ¾-langen Ärmeln mit smaragdgrüner Kante, ein Klein-Blau für ein Kostüm und ein fließendes Kleid, Pink und Mauve für ein Hosen-Kleid-Ensemble aus Satin, Karminrot für einen weiten, halblangen Mantel aus geschmeidigem Leder, Sand für ein Mikro-Bustierkleid aus gewaschenem Lammleder, geeiste Marone für eine strahlende Folge von Abendkleidern, die Steppmuster, Transparenz und fließende Stoffe perfekt vereinen.

Der legendäre Tweed des Hauses, bunt gemischt und eine textile Tour de Force, wird zur farbigen Apotheose und steht einem Kugelkleid-Ensemble mit seiner fuchsiafarben gepaspelten Puffärmeljacke vorzüglich. Er bringt eine ultrabunte und maßlos luxuriöse Version von einem Jacken-Shorts-Ensemble mit bauschigen Ärmeln beinahe zum explodieren, oder besticht an einem weiten kurzen Kleid mit ¾-Ärmeln, das auf Schenkelhöhe mit goldbraunen Pailletten bestickt ist („Ein eigenartiger Gold-Bronze-Ton“ beschreibt Homer in der Odyssee die zum äolischen Reich gehörende Insel Stromboli...). Starke Eindrücke für die Netzhaut liefert dieser Tweed in den unzähligen Nuancen des Sommers.

Weiß. Endlich. Zu finden auf den Claudine-Kragen, die Gabrielle Chanel so liebte, oder den Pierrot-Kragen. Oder in Form von Schleifen, die brave Kinder schmücken, auf Kleidern mit runden Ausschnitten, einem Polokleid aus Tweed und weißer Popeline, wie geschaffen für eine zweite Suzanne Lenglen in Eden Rock. Weiß sind auch die Abendkleider, sie machen den Abend so erfrischend wie ein Sorbet und sind ausgesprochen raffiniert: weiße Bustierkleider, zwei kurze und drei lange, aus Netz oder Piqué, mit Blumen aus Rhodoid oder Perlen-Cabochons bestickt.

Die Silhouette des Sommers 2013 ist lang gestreckt (wunderbar der Einsatz von schwarzem Netz für ein Hosen-Ensemble, äußerst elegant, so graphisch und sinnlich) und flirtet mit der Androgynie, die bis in alle Ewigkeit die DNS der CHANEL-Frau prägt. Der Oberkörper ist schlank, perfekt für die Bustierkleider, die die Grammatik dieser Kollektion beherrschen; für die Miniboleros und Mikrojacken. Bestechend die Symmetrie endlos langer Beine, die von Mikroshorts und Miniröcken noch mehr gestreckt werden. Die Knöchel werden durch Kugel-Kleider betont.

Die Accessoires sind eine Interpretation der Zeitlosigkeit und Modernität von CHANEL: Perlenarmbänder und -colliers, Perlen arrangiert wie Kaviar, riesige Hüte mit Krempen aus transparentem, farbigem Plastik.

Ja, Karl Lagerfeld hat die Silhouette einer Frau gezeichnet und kreiert, die noch jünger, noch ungestümer und raffinierter ist, als der Zephir-Wind, ein weit tragender Wind. Homer ist somit eindeutig richtungweisend für den kommenden Sommer.

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