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PRÊT-À-PORTER SHOW
HERBST-WINTER 2020/21
AUS DER SICHT VON DAN THAWLEY

„Eine Landschaft aus weißen, sich in sinnlichen Rundungen multiplizierende Inseln, scharf umrissen von tiefschwarzen Linien, steigt aus dem mit Nebel überzogenen Spiegelboden des Grand Palais empor. Während die orchestrale Komposition von Michel Legrand elektronischen, von einer sanften Stimme begleiteten Beats von Planningtorock für CHANEL weicht, scheinen die Models in aller Seelenruhe über den Laufsteg zu flanieren und nicht wie sonst bei den Shows üblich hochkonzentriert in einer exakten Choreographie zu defilieren.

Jedes Model trägt schwarze Stulpenstiefel mit braunem Revers, deren Schaft unterhalb des Knies endet und von Stiefeln inspiriert sind, die Karl Lagerfeld gehörten. Die Reitstiefel, von Gustave Doré gezeichnet und von Marcel Proust in der Literatur verewigt, ziehen sich wie ein roter Faden durch diese Kollektion voller Freiheitsdrang, unterstrichen von einem Hauch moderner Romantik.

Humorvolle Referenzen an die Welt des Pferdesports spiegeln sich in den sanften Silhouetten: Lange, schmale Mäntel aus Tweed, weite Jodpurhosen kombiniert mit zarten Blusen oder Pullovern, die mit Schmuck mit kreuzförmigen und mit Perlen besetzten Ornamenten verziert sind. Oder eine Neuinterpretation der Casaque, die einst der Jockey von Gabrielle Chanels Rennpferd Romantica trug. Die silberfarbenen Druckknöpfe und Cabochons, die die Hosen, Kostüme und langen Mänteln unterstreichen, verleihen den Silhouetten dieser Saison eine nonchalante, graphische und lässige Ausstrahlung.

Unter den zahlreichen Kostümen sind Kleider geradezu selten anzutreffen. Sie sind aus prachtvollem Samt, schimmerndem Taft und strukturiertem Tweed. Ihre Schlichtheit regt mitunter zum Träumen an, insbesondere die weiße, üppig verzierte Jacke, bestickt mit farblich aufeinander abgestimmten Perlen, die über einem Rock und Minishorts getragen wird, gefolgt von anderen Modellen mit kurzen, aufgeplusterten Ärmeln, die mit Federn oder mit Perlen- Epauletten geschmückt sind. Die letzten Silhouetten ließ Michel Gaubert, Sound-Künstler von CHANEL, zu der Musik von Philippe Sarde aus dem Film „Die Dinge des Lebens“ defilieren. Während des besonders bewegenden Finales offenbart sich die Vision der von Virginie Viard kreierten Kollektion: Eine nonchalante Weiblichkeit, die sich vor dem Esprit der Nouvelle Vage verbeugt, elegant und lässig, natürlich und raffiniert zugleich.“

#CHANELFallWinter

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