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© Genica Athanasiou fotografiert von Man Ray, 1922.

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© Genica Athanasiou fotografiert von Man Ray, 1922.

Friday, April 28, 2017

GABRIELLE CHANELS ANTIKE KOSTÜME

Bei der Auswahl seiner Kleidung entscheidet man immer mit, welche Person man darstellen möchte, so wie ein Schauspieler ein seiner Rolle entsprechendes Kostüm auf der Bühne trägt. Die Analogie setzt sich dahingehend fort, einen neuen Look zunächst in Gedanken zu kreieren und ihn dann in Form von Skizzen und Zeichnungen festzuhalten. So ist es wenig überraschend, dass sich Jean Cocteau Anfang der 1920er Jahre an Gabrielle Chanel wendet, die er für „die größte Couturière ihrer Zeit“ hält. Er bittet sie, die Kostüme für drei Tragödien zu entwerfen: Antigone, Orpheus und Oedipus Rex. Die Rückkehr zur griechischen Mythologie bot einen Weg, um universellen Themen wie Krieg, Beziehung, die Kraft der Sprache und der Metamorphose neue Aussagekraft zu verleihen. Neben den Schauspielern umgibt sich Cocteau vor allem mit Avantgarde-Künstlern wie Picasso, der das Bühnenbild von Antigone kreiert, oder Honnegger, der die Musik zu diesem Stück komponiert.

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