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LADY CURZON, VIZEKÖNIGIN VON INDIEN

Karl Lagerfeld nennt seine neueste Kunsthandwerkskollektion Paris-Bombay und erzählt über das Indien des 19. Jahrhunderts. "Mir gefällt der Gedanke an einen Vizekönig, ist doch amüsant. Übrigens habe ich Stella Tennant für das Finale ausgewählt, weil sie Lady Curzon, eine sehr schöne Frau und legendäre Vizekönigin aus dem 19. Jahrhundert, so ähnlich sieht. Sie war so typisch englisch, das meine ich ganz positiv, und verkörperte das englische Indien perfekt."

Bombay 1898. George Curzon wurde gerade zum Vizekönig von Indien ernannt und ist somit der höchste Repräsentant der Verwaltung von Britisch-Indien. Im gleichen Zuge wird seine Frau, Mary Victoria Curzon, Vizekönigin. Sie ist berühmt für ihre Schönheit und ihren eleganten Stil, die auch heute noch ihren Ruf beeinflussen.

Mary entwickelt eine große Leidenschaft für die indische Kultur und ihre Stoffe. Aufgrund ihres Status spielt sie eine wichtige Rolle in Sachen Stil und ist stark in die Konzeption des Kleides der Königin Alexandra von England involviert, das mit Goldfäden verwoben und bestickt ist. Es wird in demselbe Atelier von Chandni Chowk Delhi genäht, in dem sie die Materialien für ihre eigene Garderobe bestellt.

Die Mischung aus englischer Eleganz und indischem Einfluss spiegelt sich auch in ihrem Lebensstil wider. Das "Peacock"-Kleid, das Mary zur Krönungszeremonie von König Edward VII 1903 trägt erregt großes Aufsehen. Sie trägt üppigen Goldschmuck und blaue Pfauenfedern. Der Pfau wird von den Indern sehr verehrt.

Lady Curzon trägt zum Renommee des indischen Handwerks und ihrem Knowhow bei. Sie fördert die Fabrikanten hochwertiger Stoffe, indem sie indische Stoffe trägt. Sie berät Seidenwebereien und Stickereien hinsichtlich der Gestaltung gemusterter Stoffe, und empfiehlt Webarten, die der aktuellen Mode entsprechen.

Gemälde von William Logsdail "Mary Victoria Leiter, Marchioness Curzon in her Peacock Gown" (1909), fotografierte von John Hammond © Bridgeman Art Library, Paris 2011

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