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Tuesday, June 21, 2011

BYZANTINE FRAGMENTS
BY KARL LAGERFELD

Die Kirche von San Vitale in Ravenna, Italien, wurde zwischen 527 und 548 unter Kaiser Justinian und dessen Frau Theodora erbaut. Das zum UNESCO-Weltkulturerbe zählende Denkmal ist eine wahre Fundgrube aus glitzerndem Glas und Emaille-Mosaik, das Karl Lagerfelds Objektiv 2010 in seinen Bann zog. Die Portraits reichlich mit Juwelen geschmückter Modelle bezeugen die Extravaganz Konstantinopels und die Brillanz seiner Ikonografie.

Karl Lagerfeld spielt mit dieser Ästhetik, indem er eine Kollektion kreiert, die mit der Besinnung auf diesen entschwundenen Luxus glänzt. Die kürzlich in Istanbul vorgestellte Kollektion lässt die historischen Bande zwischen Ravenna und Byzanz wieder auferstehen, die die San Vitale als Vorbild für die Hagia Sophia in Istanbul sahen. Istanbul, die Stadt die heute die Hauptstadt der Türkei ist, war einst als Byzanz bekannt und wurde im Jahr 330 in Konstantinopel umbenannt, als sie die Hauptstadt des Oströmischen Reiches wurde. Auf dem Höhepunkt ihres Erfolgs im sechsten Jahrhundert entstand in dem aufkeimenden Reich eine brillante, differenzierte Kultur, die bis zum Fall von Konstantinopel 1453 überlebte. Mit Mosaiken verzierte Basiliken zeugen von der Gesellschaft im Mittelpunkt des christlichen Reiches. Die letzten Überbleibsel dieser legendären Kunst leben bis heute in Ravenna weiter.

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