CRUISE SHOW

carrières de lumières
les baux-de-provence

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Die Stimmung bei der Cruise Show 2021/22

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Die CHANEL Cruise Collection 2021/22 von Virginie Viard erinnert an die Schlichtheit, Präzision und Poesie von Jean Cocteaus Film Das Testament des Orpheus und ist doch, ganz in Schwarz und Weiß gehalten, von unübertroffener Modernität. Vor den Kalksteinwänden der Carrières de Lumières spielt sich in dem sanften Licht von Les Baux-de-Provence ein kontrastreiches Szenario ab, das von den Sixties, Rock und Punk geprägt ist.

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Hören Sie sich die Playlist der Cruise Show 2021/22 an, die vom Esprit der Kollektion inspiriert ist.

Musik-Performance
von Sébastien Tellier und Gästen

Im Anschluss an die CHANEL Cruise Show 2021/22 von Virginie Viard findet eine Musik-Performance des Musikers und CHANEL Botschafters Sébastien Tellier statt, die von den Gästen Vanessa Paradis, Angèle, Charlotte Casiraghi und Juliette Armanet begleitet wird. Die CHANEL Botschafter und Freunde der Maison kamen zum ihm auf die Bühne, was für eine besonders intime Stimmung in der ruhigen dörflichen Atmosphäre von Les Baux-de-Provence in Südfrankreich sorgte.

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Erste Eindrücke der Kollektion

Unter der Regie von Inez & Vinoodh erweckt Lola Nicon Gabrielle Chanels Apartment in Paris, Rue Cambon 31, mit einer Reihe stimmungsvoller Portraits zum Leben.

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Von Cocteau an Coco
Von dem Bestiarium in ihrem Apartment bis hin zu seinem Film „Das Testament des Orpheus“.
Zwei Freigeister in ihrer jeweils eigenen Welt und ein Herbarium aus der Provence als Einladung zu einer Reise.

Der Film zur CHANEL Cruise Show 2021/22 in den Carrières de Lumières wird präsentiert am Dienstag, 4. Mai um 18 Uhr Pariser Zeit.

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Inmitten unberührter Landschaft, das gleißende Sonnenlicht vor tiefblauem Himmel, befindet sich ein Ort aus Schatten und Licht. Ist es eine unterirdische Burg, eine unterirdische, von Riesen in Stein gemeißelte Kathedrale, eine verwunschene Grabstätte, in der Träume wahr werden?

Was es auch ist, es ist ein Ort wie für Poeten geschaffen. Einer ist eines Tages hinabgestiegen. Er war fasziniert von dem Anblick, der sich ihm bot. Diese ehemaligen Steinbrüche befanden sich im Tiefschlaf. Er erweckte sie zu neuem Leben. Er projizierte seine phantastischen Visionen auf ihre glatten weißen und blonden Steinwände. Männer mit Pferdeköpfen, eine einer Göttin überreichte Blume, ein in Flammen aufgegangenes und wiederhergestelltes Foto, eine weibliche Sphinx mit ausgebreiteten Schwingen und bloßem Oberkörper.

Der Poet hieß Jean Cocteau.
Seine Visionen das „Testament des Orpheus“ [Le Testament d’Orphée].

Ein durch und durch poetischer Film, nicht mit Tinte geschrieben sondern mit Licht, der heute
von Gabrielle Chanels Esprit heimgesucht wird.
Wie um ihre intensive Freundschaft fortzusetzen.
Zwei Freigeister, jeder getrieben von seinem einzigartigen Stil und fasziniert von Linien: Die eine zeichnet sie schwungvoll auf Stoffe, der andere illustriert mit ihnen seine plissierten Sätze.
Zwei Seelenverwandte die einander fanden, ohne zu suchen, auf magische Weise miteinander verbunden durch ihre Leidenschaft für Stil und Bestiarien. Für Cocteau Greife und Zentauren; für Chanel Löwen, doppelköpfige Adler und Hirsche, die ihre lackierten Coromandel-Wandschirme oder ihre Spiegel in der Rue Cambon schmücken. „Spiegel täten gut daran, zu überlegen“, sagte er maliziös.
Sie kleidete seine Darsteller ein. Er versah ihre Mode, „diesem Vorwand für Ungehorsam“, mit Worten.
Von Cocteau zu Coco waren es nur wenige Buchstaben. Sie schrieben sie einander. „Von Herz zu Herz“.
Einige Worte und ein Stern.
Genau mit diesem signierte Jean seine wundervollen Briefe an seine „Chère Coco“.
Und genau dieser, den Mademoiselle ihm im Gegenzug für sein Schwert der Unsterblichen [Zeremonien-Schwert überreicht durch die Académie Française] sandte, inmitten einer Lyra,
kam „ein kleiner Absinth-Stern, der aus dem Himmel unserer Freundschaft gefallen ist“, von ihm zurück.
Dieser Stern war ein Smaragd und er hat uns angeschaut.
Im „Testament des Orpheus“ wird das Auge stark thematisiert, die Fähigkeit, genau hinzuschauen. Von ganzem Herzen. Für Cocteau ist es einzig das Unsichtbare, das man wahrnimmt.
Schließen Sie nun die Augen und öffnen Sie sie dann ganz weit. „Damit man endlich“, wie Cocteau im ‚Testament des Orpheus‘ sagte, „denselben Traum gemeinsam träumen kann“
An diesem Ort aus Schatten und Licht.

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In Gabrielle Chanels Apartment in Paris,
Rue Cambon 31, aus der Sicht von Inez & Vinoodh

Fotos von Inez & Vinoodh

Das Testament des Orpheus
© 1959 Studiocanal – Alle Rechte vorbehalten

‘Lucien Clergue, Der Mann mit dem Pferdekopf in ‘Das Testament des Orpheus’ von Jean Cocteau, Kalksteinbrüche in Les Baux-de-Provence, 1959 © Atelier Lucien Clergue 2021.’

Ein besonderer Dank gilt dem Comité Jean Cocteau

Illustration von Luke Edward Hall