LES BIJOUX DE CHANEL - PATRICK MAURIÈS
GABRIELLE CHANEL war voller Kontraste: Einerseits gab es eine Mademoiselle Chanel aus der prächtigsten Barockzeit mit vergoldeten Hölzern und leuchtenden Lacken, Rokoko-Spiegeln und strahlenden Schmuckstücken, eine verspielte und ausgelassene Coco Chanel. Andererseits war da die Gabrielle Chanel des legendären Kostüms, des kleinen Schwarzen, der strengen Schnitte, der Designs in Schwarz und Weiß.
Der Schmuck, den sie ihr Leben lang regelmäßig kreierte, bietet einen der am wenigsten bekannten Aspekte dieses Wechselspiels aus Schlichtem und Ostentativem: Im Gegensatz oder zusätzlich zum „Modeschmuck“, den sie weltweit durchsetzte, erschuf sie unsagbar luxuriöse und raffinierte Schmuckstücke, für die sie ihrer Fantasie freien Lauf ließ.
Dank seiner Ikonografie und zahlreicher – oft bis jetzt unveröffentlichter – Archivdokumente sowie der Gespräche mit Zeugen des Werdegangs von Chanel zeigt dieses Buch erstmals diese besondere Facette einer faszinierenden Persönlichkeit auf, die wir alle zu kennen meinten: ihre Leidenschaft für legendären Schmuck, der, wie sie sagte, „voller Unschuld und Unbefangenheit“ betrachtet werden sollte, „wie wenn man im Vorbeifahren einen blühenden Apfelbaum am Straßenrand bewundert“.
Éditions de La Martinière.